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Anerkannte Flüchtlinge:
Flüchtlinge, deren Asylantrag stattgegeben wurde und die somit eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse:
Flüchtlinge haben das Recht, Ihren im Ausland erworbenen Berufsabschluss durch das Bundesamt für Bildung und Forschung (BMBF) mit den Anforderungen dieses Berufes in Deutschland vergleichen und anerkennen zu lassen.

Aufenthaltserlaubnis:
Ein befristeter Aufenthaltstitel, der zum Zwecke der Ausbildung und Erwerbstätigkeit ausgestellt wird. Des Weiteren kann die Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären, politischen oder familiären Gründen ausgestellt werden.

Aufenthaltsgestattung:
Für die Zeit in der noch nicht final über den Asylantrag entschieden wurde, erhalten die Flüchtlinge eine Aufenthaltsgestattung.

Aufenthaltstitel:
Generell gilt es fünf verschiedene Aufenthaltstitel zu unterscheiden. Diese sind die Aufenthaltserlaubnis, die Blaue Karte EU, das Visum, die Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU und die Niederlassungserlaubnis – EU. Die Niederlassungserlaubnis und die Erlaubnis zum Daueraufenthalt gelten unbefristet. Die Aufenthaltserlaubnis, die Blaue Karte EU und das Visum stellen nur befristete Aufenthaltstitel dar. (Wird einem Flüchtling einer dieser fünf Aufenthaltstitel gewährt, so erhält dieser im Zuge dessen freien Zugang zum Arbeitsmarkt.)

Beschäftigungsbedingungen, Prüfung der:
Flüchtlinge dürfen bei der Einstellung, im Vergleich zu inländischen ArbeitnehmerInnen, nicht benachteiligt werden, z.B. Entgelt oder Arbeitszeit.

Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA):
Die BüMA fungiert sowohl als Identitätsnachweis, als auch als vorläufiges Aufenthaltspapier. Die Person befindet sich zwar in Deutschland um einen Asylantrag zu stellen, jedoch läuft das Asylverfahren noch nicht. Mit der Ausstellung der BüMA beginnt auch die dreimonatige Wartefrist für den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Blaue Karte EU:
Voraussetzung hierfür ist ein deutscher oder anerkannter ausländischer Hochschulabschluss, sowie ein Jahresbruttogehalt von mindestens 49.600€, respektive 38.688€ bei Mangelberufen.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF):
Das BAMF ist die zuständige Bundesbehörde für Aufgaben in den Bereichen Asyl, Migration und Integration und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums.

EASY:
System zur Erstverteilung der Flüchtlinge auf die verschiedenen Bundesländer anhand des Königsteiner Schlüssels.

Geduldete:
Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde, die aber trotzdem nicht final abgeschoben werden. Gründe hierfür sind z.B. Passlosigkeit oder krankheitsbedingte Reiseunfähigkeit.

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER):
Der GER beschreibt ein System, welches die Beschreibung und Messbarkeit von sprachlich-kommunikativen Kompetenzen ermöglicht. Die Skala besteht aus 6 Stufen mit exakten Angaben zu den Fertigkeiten, welche aus Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen bestehen. Die Skala beginnt bei A1 und endet beim Niveau C2.

Intensivkurs:
Der Intensivkurs stellt eine spezielle Variante des Integrationskurses dar, in dem der Lehrstoff schneller vermittelt wird. Dieser richtet primär an Flüchtlinge mit hohem Qualifikations- und Bildungsniveau.

Kontingentflüchtlinge:
Flüchtlinge aus Krisenregionen, die im Rahmen internationaler humanitärer Hilfsaktionen nach Deutschland kommen. 20.000 syrische Kontingentflüchtlinge kamen bisher nach Deutschland.

Mangelberuf:
Branchen, in denen aktuell Fachkräftemangel herrscht.

Niederlassungserlaubnis:
Die Niederlassungserlaubnis und die Erlaubnis zum Daueraufenthalt gelten unbefristet mit dem Unterschied, dass die Niederlassungserlaubnis nur für eine Ansiedlung innerhalb Deutschlands gilt, während die Erlaubnis zum Daueraufenthalt befähigt in einen anderen EU-Staat überzusiedeln.

Positivliste:
Hier werden alle Berufe aufgeführt, in denen derzeit Fachkräftemangel für beruflich qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten herrscht. Hier entfällt die Vorrangprüfung für EU-Bürger.

Sichere Herkunftsstaaten:
Die Liste der sicheren Herkunftsstaaten umfasst aktuell (Juli 2016) folgende Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien. Es gilt ein Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge aus diesen Staaten, deren Asylantrag erst nach dem 31.8.2015 gestellt wurde.

Sichere Drittstaaten:
Sofern ein Flüchtling schon einen anderen Staat betreten hat, in dem er Schutz nach der Genfer Konvention, z.B. EU-Staaten, erhalten kann, so ist ihm die Einreise nach Deutschland zu verweigern.

Subsidiärer Schutz:
Droht dem Flüchtling in seinem Heimatland zwar keine politische Verfolgung und fällt er nicht unter §3 AsylVfG, droht ihm jedoch ein ernsthafter Schaden, z.B. die Todesstrafe, wird ihm der subsidiäre Schutz gewährt. Somit erhält der Flüchtling eine auf 1 Jahr befristete Aufenthaltserlaubnis.
Diese Aufenthaltserlaubnis kann mehrfach um 2 Jahre verlängert werden, sofern die Gefahren im Heimatland weiterhin bestehen.

Visum:
Das Visum bemächtigt zur Einreise, zum Aufenthalt oder zur Durchreise eines Landes. Das Visum wird von einem fremden Land schon vor dem eigentlichen Aufenthalt in eben jenem Land ausgestellt.

Vorrangprüfung:
Die Bundesagentur für Arbeit prüft, ob die zu besetzende Arbeitsstelle nicht durch bevorrechtigte Arbeitnehmer besetzt werden kann. Zu den bevorrechtigten Arbeitnehmern zählen EU-Bürger, EWR-Bürger und anerkannte Flüchtlinge.
Bei Vorlage eines Arbeitsvertrages, der die Kriterien für eine Blaue Karte EU (siehe oben) erfüllt, entfällt die Vorrangprüfung, wenn die Blaue Karte EU ausgestellt wird.
Es findet jedoch eine Prüfung der Arbeitsbedingungen statt.

Zustimmung der lokalen Ausländerbehörde:
Diese ist vor der Aufnahme einer Beschäftigung erforderlich und liegt im Ermessensspielraum der zuständigen Ausländerbehörde.

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